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Mit dem Smartphone als Begleiter deutschlandweit Städte, Dörfer und Naturlandschaften entdecken, dass ermöglicht das gemeinnützige Projekt „Stadt-Land-Erleben“. Ab sofort gibt es auch in Montabaur einen Entdeckerpfad.
Auf der 2,3 km langen Rundtour durch Montabaur bekommt man an 16 Stationen spannende Informationen zur Geschichte, Architektur, jüdischem und mittelalterlichem Leben direkt auf das Smartphone. Der Entdeckerpfad lässt sich als Web-App ohne Download oder Anmeldung starten. Der Nutzer geht auf die Webseite www.stadt-land-erleben.de, wählt auf der Karte die Tour durch Montabaur aus und wird dann von Station zu Station navigiert.
Das Maskottchen Lugo ist auf allen Touren dabei. Quizfragen und Minispiele runden die Tour ab. „So ist für alle etwas dabei und auch Kinder machen begeistert mit.“, erläutert Tanja Huppertz.
Die beiden Frauen arbeiten mit viel Herzblut daran, allen Wissenshungrigen das Entdecken im öffentlichen Raum zu ermöglichen. „Unsere aktuell rund 130 Entdeckerpfade machen die vielfältigen Themen, die man vor der Haustür entdecken kann, für alle erlebbar und begreifbar. Wir möchten den Zugang zu Informationen erleichtern.“ erklärt Diplom Pädagogin Tanja Huppertz.
Das gemeinnützige Projekt finanziert sich übrigens ausschließlich über Spenden und Fördergelder. Der Entdeckerpfad durch Montabaur ist allein durch ehrenamtliches Engagement entstanden. Stadtbürgermeisterin Melanie Leicher zeigt sich begeistert von dem Entdeckerpfad und dem Engagement, das die beiden Initiatorinnen in dieses Projekt eingebracht haben. „Sie haben einen modernen Zugang zur Geschichte unserer Region geschaffen, die Menschen aller Altersstufen zum Entdecken einlädt,“ betont sie. Die Bürgermeisterin würdigt besonders die ehrenamtliche Arbeit, durch die hier ein einzigartiger, digitaler Guide entwickelt wurde, der eine Bereicherung für Montabaur ist.
Man erfährt beispielsweise, dass Montabaur auf eine lange und wechselvolle Geschichte zurückblickt. Abbildungen, Rekonstruktionen, Lagepläne und Karten machen Stadtgeschichte vor Ort begreifbar und lebendig. Besondere Kenntnisse muss man nicht mitbringen, denn eventuell unbekannte Begriffe werden ganz kurz zusammengefasst in einem eigenen Lexikon erklärt. Ergänzend dazu gibt es Grafiken und Videos.
Auf dem Rundweg kommen ganz unterschiedliche Themen zur Sprache. „Es geht uns darum, die Zusammenhänge vor Ort sichtbar zu machen“, erklärt Carolin Huppertz. „Bildung ist die Basis, um die Herausforderungen der Zukunft zu meistern“, ergänzt die Initiatorin.
„Es geht darum, die Umgebung zu erkunden, die Zusammenhänge zu begreifen und Kulturgüter beziehungsweise Denkmale wertzuschätzen“, erläutert Geologin Dr. Carolin Huppertz weiter, die das Projekt gemeinsam mit Tanja Huppertz ins Leben gerufen hat.
„Der Entdeckerpfad macht das jüdische Leben von Montabaur und viele weitere Aspekte unserer langen, vielfältigen Geschichte erlebbar,“ erklärt Leiter des Stadtarchives Dennis Röhrig „So werden Themen und Geschichten, die häufig verborgen bleiben, einem breiten Publikum zugänglich gemacht.“
Die Entdeckerpfade machen Lust, mal genauer hinzuschauen. Man lerne seine Umgebung völlig neu und wesentlich intensiver kennen, sagen die beiden Initiatorinnen. „Mit dem neuen Entdeckerpfad kann man das reiche Fachwerk von Montabaur smart erkunden,“ freut sich Karin Maas, Leiterin der Tourist-Information. Der digitale Guide führt Einheimische und Besucher durch die historischen Gassen und lenkt den Blick auf architektonische Details. An den jahrhundertealten Fassaden wird die regionale Baukultur anschaulich vermittelt – direkt auf dem Smartphone.
Mit dem Handy direkt starten FLYER
BildunterschriftFreuen sich über den neuen Stadtrundgang von Stadt-Land-Erleben
Von links nach rechts:Karin Maas, Tourist-Info Montabaur; Dennis Röhrig, Stadtarchiv Montabaur; Thomas Becker, Zimmerer für Restaurierungsarbeiten; Tanja Huppertz, Stadt-Land-Erleben; Caroline Huppertz, Stad-Land-Erleben; Melanie Leicher, Stadtbürgermeisterin Stadt Montabaur
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