Südlicher Westerwald - Das Schloss Montabaur

Urkunde vom 13. Februar 959, Zeile 3 „Humbachcensis“ Um das Jahr 900 kam die Grundherrschaft Montabaur (damals noch „Humbach“) an die adelige Familie der Konradiner, die im heutigen hessischen und rheinland-pfälzischen Lahngebiet bereits reich begütert waren. Die Konradiner errichteten in der Folge auf der Linie Wetzlar, Weilburg, Diez, Montabaur (Humbach), an der dort verlaufenden wichtigen Handelsstraße, befestigte Höfe bzw. kleine Burganlagen. Herzog Hermann von Schwaben aus der Linie der Konradiner befestigte ab 911 das Plateau des Basaltkegels, der vom Biebrichsbach, der nach einer älteren Bezeichnung auch den Namen „Humbach“ führte, umflossen wurde. Aus dieser frühen Bezeichnung,,vermutlich der Name des Baches, wurde für die kleine Siedlung am Fuße des Berges der Name „Humbach“ abgeleitet. Die erste befestigte Anlage auf dem Bergkegel kann man sich mit einem Palisadenzaun aus Holz vorstellen, der einige dahinter liegende einfache Holz- und Fachwerkgebäude umfasste. Die Anlage schützte nicht nur die herrschaftlichen Einrichtungen, sondern bot auch Platz, die Bewohner der am Fuße des Berges gelegenen Ortschaft bei Gefahr aufzunehmen. Zu dieser kleinen Siedlung gehörte auch ab etwa 930 eine kleine Holzkirche, die Erzbischof Ruobert von Trier dort hatte errichten lassen. 3

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