Erleichtert wurde die Fertigung dadurch, dass Schuster und Gerber (Loehr) ihre Marktstände nebeneinander hatten, wie uns eine alte Marktordnung aus dem Jahre 1603 überliefert. Ein Werbeplakat der ersten Gewerbeausstellung aus dem Jahre 1858 zeigt u. a. eine Schusterwerkstatt. Im Marktbuch von Montabaur wurde bereits 1769 die Qualität der Schuhe bestätigt: „Die Limburger und Montabaurer Schumacher bringen Vorteil für die Märkte, da sie viele Menschen herbeiziehen, denn ihre Ware ist wohlfeiler und besser.“ Werbeplakat zur ersten Gewerbeausstellung aus dem Jahre 1858 Insgesamt rund 74 Jahrmärkte im Westerwald, sowie Ausstellungen auf der Frankfurter Messe, machten die Schuhmanufaktur aus dem Westerwälder Städtchen weithin bekannt. Daraus erklärt sich, dass im Laufe der Zeit die Bezeichnung „Schuster” oder „Montabäurer Schustere” zum Synonym für den Ruf als Schusterstadt landläufig Verwendung fand. Seit etwa 1900 wird ein Durchgang von der Kirchstraße zum Karoline - Kahn-Platz als „Schusterählchen“ bezeichnet. 3
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